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Linux auf dem ASUS M2400N Laptop

Dieses Dokument enthält Informationen zum ASUS [Externer Link] Notebook M2400N und zur Installation von SuSE [Externer Link] 8.2 Professional darauf. Speziell handelt es sich um das Notebook mit 1300 MHz, die Beschreibung sollte aber auch für das gleiche Modell mit anderer Taktfrequenz gelten.

Weil es das Notebook noch nicht sehr lange gibt -und noch kürzer in meinem Besitz-, gibt es immer wieder neues zu entdecken. Deshalb ändert sich diese Beschreibung recht schnell. Für die jüngsten Erfahrungen kommt deshalb bitte häufiger an diese Stelle zurück und dankt damit Werner das unermüdliche Neueinstellen dieser Seite.

Komponenten des Notebooks

  • Centrino
    • Intel Pentium-M
    • 1300 MHz
    • Chipsatz Intel i810
    • Grafikchip Intel 855 GM (shared memory, PCI)
    • WLAN Adapter integriert, Intel PRO/Wireless 2100 LAN MiniPCI
    • Sound Intel 82801DB AC'97
  • AMI BIOS
  • Speicher
    • 256 MB DDR266 on board
    • zusätzlicher Steckplatz 1x (unten)
  • DVD-ROM/CD-RW-Kombilaufwerk (rechts)
    • (8x/8x/4x/24x)
    • Toshiba SD-R2312
    • herausnehmbar, Dummy im Lieferumfang
  • 40 GB-Festplatte
    • ? (IDE)
    • größere, z. B. 60 GB gegen Aufpreis
  • TFT-Bildschirm
    • 14,1"
    • XGA 1024 x 768
  • PCMCIA-Slot 2.1 1x (links)
    • Typ I/II PC Card
    • 32 bit CardBus
    • 4 in 1-Kartenleser (SM, MMC/SD, MS) im Lieferumfang
  • IrDA Schnittstelle 4 Mbit/s (links)
  • Touchpad
    • PS/2 kompatibel
    • zwei Tasten
    • mittlere Wipptaste
  • LED
    • Festplattenzugriff (oberhalb Tastatur)
    • Numlock (oberhalb Tastatur)
    • Capslock (oberhalb Tastatur)
    • CD-Spieler an (vorne links)
    • Betrieb (vorne rechts)
    • Akku niedrig/Akku laden (vorne rechts)
    • WLAN aktiv(vorne rechts)
    • andere (Email) (vorne rechts)
  • integriert
    • Mikrofon integriert (in Deckel, unterhalb Display)
    • Netzwerkkarte 10/100 Mbit/s integriert Realtek RTL-8139/8139C/8138C+
    • Modem (WinModem) 56k
    • Lautsprecher 2x, jeweils vorne seitlich unten
    • Sound AC'97
  • Anschlüsse
    • Firewire/IEEE 1394 400 Mbit/s 1x (links)
    • USB 2.0 2x (hinten)
    • parallele Schnittstelle (hinten)
    • VGA extern (hinten)
    • RJ45 (Ethernet) (hinten)
    • RJ11 (Modem) (hinten)
    • ASUS Portbar III (Dockingstation) (hinten)
    • Mikrofon-in extern 3,5 mm Klinkenstecker stereo (rechts)
    • Line-out (Kopfhörer) 3,5 mm Klinkenstecker stereo (rechts)
    • 19 V DC-Buchse (rechts)
    • Kensington(R)-Schlossbuchse
  • sonstiges
    • CD-Spieler inkl. 6 Bedientasten (vorne links) bei aus- oder engeschaltetem Computer
    • Intel SpeedStep
    • ACPI
    • Magnesiumgehäuse anthrazit/silber
  • Gewicht ca. 2,1 kg inkl. Akku und DVD/CD-RW
  • Lieferumfang
    • Computer inkl. herausnehmb. DVD-ROM/CD-RW-Laufwerk
    • Li-Ionen Akku
    • 65 W-Schaltnetzteil 100 V bis 240 V
    • Netzkabel (Schukostecker)
    • Modemkabel
    • Dummy für DVD/CD-Schacht
    • 4 in 1 PCMCIA-Kartenleser
    • Dummy für PCMCIA-Schacht
    • Notebooktasche

Allgemeines

Die Installation von DVD über das eingebaute Kombilaufwerk lief reibungslos, wenn auch sehr langsam [-> Festplatte]. Es entstand ein System, mit dem anschließend an die Installation gearbeitet werden konnte.

Im folgenden werden einige Auffälligkeiten und Anpassungen beschrieben. Nicht getestet wurden bislang PCMCIA, USB, Firewire, IrDA, Modem, parallele Schnittstelle, extern VGA und WLAN [-> WLAN].

Grafik

Der eingebaute Grafikchip Intel 855GM wird erst seit der Version 4.3 von XFree86 unterstützt. Bei Versionen < 4.3 muss X11 im Framebuffer-Modus laufen. SuSE liefert seit ihrer Version 8.2 XFree86 4.3 aus und erkennt den Chip automatisch. Ältere Versionen installieren automatisch die Framebuffer-Unterstützung (getestet mit SuSE Linux 7.3).

Eine ältere Version von XFree86 als 4 sollte man nicht mehr einsetzen [-> Touchpad].

Kernel

Man sollte mindestens einen 2.4er Kernel verwenden [-> Touchpad]. Hauptsächlich, weil er ACPI-Unterstützung -wenn auch im Anfangsstadium- bietet. Diese ist für einige folgende Abschnitte notwendig [-> ACPI -> Zusätzliche Tasten -> Zusätzliche LEDs].

SuSE Linux 8.2 enthält einen stark gepatchten 2.4.20er Kernel.

WLAN

Zur Zeit wird die integrierte WLAN-Karte Intel PRO/Wireless 2100B noch nicht unterstützt. Dieses gilt jedoch für alle aktuell erhältlichen Centrino Notebooks.
Ergänzung: laut Intel [Externer Link], soll sich das Anfang nächsten Jahres ändern.

Ergänzung: die Firma Linuxant [Externer Link] hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht den Treiber von Windows XP zu nutzen. Leider ist das derzeit alles andere als freie Software, aber Linuxant buhlt noch um die Gunst der Hardwarehersteller, damit wenigstens keine weiteren finanziellen Kosten auf die Anwender hinzukommen. Zur Zeit (Oktober 2003) gibt es nach der Registrierung nur eine 30 Tage Testlizenz, die auch an die MAC-Adresse der WLAN-Karte gebunden zu sein scheint. Aber wenigstens funktioniert es _jetzt_ und nicht _irgendwann_ nächstes Jahr. Siehe auch einen Artikel mit anschliessender Diskussion bei pro-linux.de [Externer Link] (deutsch). Die Datei w70n51.inf ist auf der CD-ROM von ASUS zu finden unter /intel_calexico/prow7100/winxp/. Oder auf dem FTP Server von ASUS [Externer Link].

Installation

Festplatte

Unter Verwendung des originalen SuSE-Kernels 2.4.20-SuSE von den Installations-CDs oder -DVDs lässt sich der DMA-Modus nicht aktivieren. Dadurch erhält man Durchsatzraten zwischen 2 und 3 MB/s. Ein Umstieg auf den Kernel 2.4.21-rc2-ac3 (basierend auf dem Vanilla-Kernel 2.4.20, dem Release Candidate Patch 2.4.21-rc2 und dem Alan Cox Patch 2.4.21-rc2-ac3, angewendet in dieser Reihenfolge) behebt dieses Problem. Der DMA-Modus lässt sich nun einschalten und man bekommt ca. 20 MB/s.

Da dieses eine signifikante Leistungssteigerung ist, ohne die es einfach kein Spaß macht, mit dem Notebook zu arbeiten, beziehen sich alle nachfolgenden Kommentare auf den neuen, selbstgebauten Kernel.

ACPI

Wird das Notebook am Netz betrieben und ist die ACPI-Unterstützung aktiviert, ist der DMA-Modus zwar eingeschaltet, trotzdem ist das Notebook sehr langsam hdparm -d /dev/hda liefert nur 2 bis 3 MB/s.

Außerdem regelt dann der Lüfter nicht mehr stufenlos, sondern schaltet nur aus und ein (mit maximaler Drehzahl; hat das Notebook eigentlich einen geregelten Lüfter?).

Ob das ein Problem des verwendeten Kernels [-> Festplatte] oder der generellen aktuellen ACPI-Implementation ist, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

Sound

Leider enthält der verwendete Kernel [-> Festplatte] im Gegensatz zum SuSE Kernel keine Unterstützung für die ALSA-Sound Module, darunter auch das von YAST erkannte und benötigte Modul snd-intel8x0. Damit steht (noch) kein Sound zur Verfügung.

Mit dem SuSE Kernel und mithin dem erwähnten ALSA Kernel-Modul funktioniert die Soundausgabe problemlos.

Touchpad

In der Standardinstallation wird das Touchpad mit den zugehörenden Tasten erkannt und eingerichtet. Jedoch bleibt die mittlere Wipptaste ohne Funktion. Für diejenigen, die die Wipptaste als Scrolltaste, also ähnlich dem Mausrad einer Wheelmaus nutzen wollen, empfiehlt sich das Paket synaptics von Stefan Gmeiner (Vielen Dank an Werner für den Hinweis).

Nach Auspacken des Pakets steht in der INSTALL oder INSTALL.DE die Installationsanweisung. Nach Neustart des X-Servers funktioniert nicht nur die Wipptaste als Scrolltaste, sondern der rechte Rand des Pads (Breite einstellbar) steuert direkt die vertikale Scrollleiste, zusammen mit <Alt> auch die horizontale. Ein Tippen in die rechte untere Ecke wirkt wie die rechte Maustaste. Eine tolle Ergänzung!

Zusätzliche Tasten (oberhalb Tastatur)

Das Sourceforge-Projekt ASUS Laptop Extras von Julien Lerouge versucht, die zusätzlichen Tasten und LEDs auf ASUS Notebooks zu nutzen (Auch hier wieder vielen Dank an Werner für den Tipp). Nach Auspacken, Lesen der README und Installation stellt das Paket das ACPI-Kernel-Modul asus_acpi zur Verfügung.

Die Ereignisse sollen nach einem modprobe asus_acpi dann auf /proc/acpi/event ausgegeben werden. Ein laufender ACPI-Daemon acpid o. a. blockiert jedoch die Datei, weshalb man sie mit cat nicht auslesen kann. Gut, dachte ich nun, stoppe ich doch einfach mittels /etc/init.d/acpid stop den Daemon und schaue mir die Ausgabe von cat /proc/acpi/event an. ... Nichts!

Und da zeigte es sich wieder: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Hat doch der acpid beim stoppen glatt das asus_acpi-Modul entladen :-( Kann dann ja auch nicht gehen. Also nochmal

modprobe asus_acpi
cat /proc/acpi/event/

Nun noch eine der Zusatztasten gedrückt und ... schwupps, da ist sie, die Ausgabe in der Form hotkey ATKD 000000xx 00000000. Hierbei bezeichnet xx den jeweiligen Tastencode (HEX). Die zweite Zahlenspalte ist ein Zähler (HEX), der sich bei jedem Drücken der Taste seit Start des Moduls um 1 erhöht, begonnen bei 0. Ein Loslassen der Taste wird nicht als Ereignis gewertet.

Damit beim Stoppen des acpid das asus_acpi-Modul genau wie die anderen ACPI-Module ac, battery, processor, fan, power und thermal nicht entladen wird, kann man es in /etc/sysconfig/powermangement unter ACPI_MODULES_NOT_TO_UNLOAD hinzufügen.

Da in der Grundeinstellung der ACPI-Daemon alle Ereignisse (event=.* in /etc/acpi/events/default) an den ACPI-Proxy weitergeleitet werden, kann ich mir denken, dass man entweder Anpassungen in /etc/acpi/events/default oder im Script /usr/sbin/acpi_proxy machen muss.

Solltet Ihr ein Script, einen Eventhandler o. ä. geschrieben haben, freue ich mich (und andere natürlich auch) darüber, wenn Ihr es zur Verfügung stellt. Schickt es mir einfach zu <stefan_at_schloerholz.de>. Wer nun loslegen möchte und diese Ausgaben mittels Scripten, awk, sed und Konsorten nutzen will, der findet hier die Tastencodes.

Taste HEX-code (xx=) Bemerkung
CD-Spieler Titel zurück 40  
CD-Spieler Titel vor 41  
CD-Spieler Stop 43  
CD-Spieler Start/Pause 45  
CD-Spieler leiser (-) 31  
CD-Spieler lauter (+) 30  
Power Gear 5c  
Email 50  
Internet 51  
Programm 1 52  
Programm 2 53  
<Fn><F5> (Display heller) 20 bis 2e Wirkt wie verschiedene Tasten, je nach Stufe
<Fn><F6> (Display dunkler) 11 bis 1f Wirkt wie verschiedene Tasten, je nach Stufe
<Fn><F7> (LCD aus) 34  
<Fn><F7> (LCD ein) 33  
<Fn><F10> (Lautsprecher ein/aus) 32  
<Fn><F11> (leiser) 31  
<Fn><F12> (lauter) 30  
AC-Spannung ein 58  
AC-Spannung aus 57  

Zusätzliche LEDs (vorne rechts)

Das bereits erwähnte Paket ASUS Laptop Extras [-> Zusätzliche Tasten] richtet auch einige Dateien unter /proc/acpi/asus/ ein. Füttert man nun z. B. die Datei mled mittels echo 1 > /proc/acpi/asus/mled mit 1, so geht die Email-LED an, mit 0 aus. Entsprechendes gilt bei wlan für die WLAN-LED.

Mein Verständnis ist nun, dass man mittels Scripten Abfragen generiert und den Status mittels des echo-Befehls an die entsprechende Datei schickt und somit visualisiert, richtig? Die Email-LED leuchtet übrigens sehr schön blau ;-)

Modem

Auch hier gibt es nur ein nicht-freies, aber kostenloses, Modul der Firma SmartLink [Externer Link]. Es ist wichtig, _nicht_ die letzte Beta-Version (2.9.1) und auch _nicht_ die letzte publizierte Version (2.7.14) zu benutzen, da sie beide nicht funktionieren. Die Version 2.7.10 ist die gebrauchte, auch wenn dort ein bisschen an den Quellen in amrmo_init.c herumgespielt werden muss: in Zeile 75, den Wert von PCI_DEVICE_ID_ICH3 von 0x2486 auf 0x24C6 stellen und dann erst kompilieren. Ja, es gibt bereits ein PCI_DEVICE_ID_ICH4 und man kann den Kommentar in der Device-Tabelle in Zeile 281 entfernen, aber das funktioniert dann trotzdem nicht. Also einfach ICH3 "umlabeln" und die Warnung beim Laden der Module missachten. Zugegebenermassen erschien das Ganze aber etwas wackelig, da bei Anwahl eines lokalen ISPs manchmal die Verbindungsaufnahme mit BUSY und manchmal mit NO CARRIER missglueckte, was aber vielleicht auch mit etwas anderem (a/b-Wandler?) zu tun hatte. Manchmal konnte erfolgreich die Verbindung aufgebaut werden.

zu tun

Quellen

Kontakt

Bei Fragen, Hinweisen, Lösungen, Ergänzungen oder Verbesserungen wendet Euch an den Autor Stefan Schlörholz <stefan_at_schloerholz.de>.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Zuletzt geändert am 5. Juni 2003 | Version 2.1
Ergänzungen zu WLAN und Modem am 28. Oktober 2003 von Sebastian Henschel

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Letzte Änderung Mon Nov 12 2007 · http://tuxmobil.de/asus_m2400n.html · Copyright © Werner Heuser 1997-2014